Über nachtkritik.plus

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Was?

nachtkritik.plus ist eine Erweiterung von nachtkritik.de. Hier sind visuelle Angebote wie Inszenierungsmitschnitte, Talks, Festivalprojekte und insbesondere digitale Formate und Projekte an der Schnittstelle zu den digitalen Künsten zu sehen und werden diskursiv begleitet. 

Warum?

Die Entwicklung von nachtkritik.plus ist von der Frage geleitet: Wie kann die deutschsprachige Theaterlandschaft auch jenseits des Formats "Textkritik" repräsentativ abgebildet und kritisch begleitet werden. Mit dieser neuen Plattform wollen wir Erfahrungen sammeln. Für die Redaktion ist nachtkritik.plus ein Forschungsprojekt, inwieweit sich die Auseinandersetzung mit Arbeiten der Darstellenden Kunst weiterführen lässt. Bisher war auf nachtkrititik.de die geschriebene Theaterkritik das stark vermittelte Abbild jeder künstlerischen Arbeit. Hieran konnten sich Debatten über einzelne Arbeiten, Ästhetiken und Diskurse entspinnen. Ist dies auch anders möglich? Unter Einbeziehung audiovisueller Medien? Mit dynamischer Einbindung von Publikumsfeedback in Chats und Kommentaren?

Erste Pläne für diese Plattform entstanden lange vor Ausbruch der Pandemie. In die konkrete Entwicklung sind viele Gedanken und Vorstellungen der Theater-Community mit eingeflossen, die wir ausführlich konsultiert haben. Weil wir nicht am Bedarf vorbei ein Unternehmen wie dieses auf dem Weg bringen wollten. Der große Startschuss zum Beginn der Arbeit an der konkreten Umsetzung war ein zweitägiger Workshop im Januar 2021 mit Expert:innen aus Theater- und Netzszene, Inklusions:expertinnen, Gamer:innen und Technovisionär:innen. Allen Teilnehmer:innen gilt unser besonderer Dank!

Als nachtkritik.de 2007 gegründet wurde, sollte die Einbahnstraße der Kritik für den Gegenverkehr anderer Stimmen freigeben, der Hochsitz der Kritik abgeschafft werden. Jetzt soll es noch dynamischer, immersiver und eventuell intensiver werden. nachtkritik.plus ist eine Suchbewegung, wie das Gespräch über Theater am Ende des Printmedienzeitalters weiterentwickelt werden kann. Als work in progress geht mit wenigen Grundfunktionen jetzt erst ein Teil der geplanten Plattform an den Start: die digitale Bühne von nachtkritik.de, die sich als Plattform für den Diskurs über das Theater versteht.

Aber das ist erst der Anfang!

Am 10. März 2022 wird unter dem Menüpunkt "Wissen" ein Portal für die Reflexion neuer Technologien und ein dynamisches Archiv eröffnet, das Erfahrungen und wegweisende Arbeiten dokumentiert. Die in Kooperation mit der Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft (DTHG) entwickelte Plattform ist als offene Plattform angelegt, an der sich jede:r beteiligen und eigene Beiträge beisteuern kann. Ziel ist, das Wissen im Bereich Theater und Digitalität für so viele Interessierte wie möglich zugänglich zu machen und einen Austausch darüber zu ermöglichen. Damit sollen digitale Theaterformen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht und als Ergebnissicherung zugleich das für ihre Realisierung erforderliche technische Wissen gesammelt, aufbewahrt und verfügbar gemacht werden. Unter dem Menüpunkt "Menschen", der in einem nächsten Schritt eröffnet wird, werden künftig all jene zu finden sein, die sich auf dieser Seite miteinander austauschen wollen.

Ein weiteres zentrales Tool von nachtkritik.plus wird ein Digitaler Spielplan sein. Hier können Akteur:innen wie Stadttheater, Produktionshäuser oder freie Künstler:innen ihre digitalen Angebote selbstständig ankündigen. Informationen beispielsweise zu Streams von Aufführungen, filmischen Theaterarbeiten, diskursiven digitalen Formaten können dann von Theatermacher:innen direkt eingepflegt werden.

Wir hoffen, Sie machen mit und wünschen Ihnen viel Spaß auf und mit nachtkritik.plus. Auch bitten wir um Verständnis, wenn noch nicht alles funktioniert und fertig ist. Wir arbeiten mit aller Kraft daran.


Mit herzlichen Grüßen

Die nachtkritik.de-Redaktion