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Mach(t)barkeit. Zum Status quo der Freien Szene #2

Deutschland 2022 | 120 min.

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Macht der Strukturen. Diskussion zum Status Quo der Freien Szene

2. Teil der 4-teiligen Reihe "Mach(t)barkeit. Zum Status quo der Freien Szene"


Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und nachtkritik.de, die im Theaterbereich wichtigste publizistische Online-Plattform, haben eine gemeinsame vierteilige Streaming-Reihe "Mach(t)barkeit! Zum Status quo der Freien Theaterszene".

In der zweiten Ausgabe diskutieren wir am Donnerstag, 7.7., ab 20 Uhr, unter dem Titel "Macht der Strukturen" über die aktuellen Herausforderungen der Freien Szene . Die Diskussion wird live auf Externer Link: nachtkritik.plus gestreamt, von einem Chat begleitet und anschließend on Demand abrufbar sein.

Während der pandemiebedingten Aussetzung des Spielbetriebs gab es großzügige Überbrückungshilfen. Wie gut federten diese Gelder die Situation der Künstler/innen ab? Mit welchen Problemen und Auflagen waren diese Fördermittel verbunden? Wie sieht die Perspektive für die nächsten Spielzeiten aus, wenn diese Fördermittel absehbar weniger üppig ausfallen werden? Wie gut funktionieren die Arbeitsstrukturen, die für die Freie Szene charakteristisch sind: das kollaborative Entwickeln von Stoffen und Performances in gemeinsamer Autor/innenschaft. Was ist von der Tendenz zu halten, dass immer öfter auch Stadt- und Staatstheater versuchen, diese Produktionsweise zu kopieren? Das Modell des männlichen Regie-Alleinherrschers, das Peter Stein, Claus Peymann und Frank Castorf bei allen offensichtlichen Unterschieden verbindet, wirkt aus der Zeit gefallen. Welche zeitgemäße Struktur kann an seine Stelle treten?

Als dritten Punkt möchten wir eine Fragestellung aus dem ersten Panel wiederaufgreifen: die Struktur und Zusammensetzung der Jurys. Wie sollten Auswahl- und Förderkommissionen idealerweise aussehen, um neue, spannende künstlerische Ansätze zu entdecken und "blinde Flecken" zu vermeiden. Die vierteilige Streaming-Reihe startete im Vorfeld des Festivals "Politik im Freien Theater", das die bpb in dreijährigem Turnus veranstaltet. Die 11. Festival-Ausgabe wird in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm, dem Schauspiel Frankfurt und der Festival-AG Frankfurt vom 29. September bis 8. Oktober 2022 in Frankfurt am Main stattfinden. Unter dem Motto "Macht" fokussiert sie auf die Analyse und aktive Mitgestaltung von Handlungsspielräumen sowie die machtkritische Auseinandersetzung mit Herrschaftsverhältnissen, Privilegien und Verteilungsfragen. Die dritte Ausgabe der Streaming-Reihe von bpb und nachtkritik.de wird im Herbst auch live im Rahmen des Festivals stattfinden und ist der ästhetischen Auseinandersetzung mit einzelnen Theaterarbeiten gewidmet.


Die Diskutant/innen:

Holger Bergmann ist seit 2016 Geschäftsführer des Fonds Darstellende Künste in Berlin übertragen. Der Fonds ist einer von sechs Bundeskulturförderfonds, der die Zuwendungen der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien an bedeutende Künstlergruppen der Freien Darstellenden Künste vergibt. Er war Gründungsmitglied und von 2002 bis 2014 Künstlerischer Leiter des Theaterproduktionshauses Ringlokschuppen Ruhr, das unter seiner Leitung für zeitgenössische Darstellende Kunst und urbane, partizipatorische Projekte bekannt wurde. Darüber hinaus realisierte er eigene Inszenierungen mit freien Künstlerkollektiven, an der Schnittstelle zwischen Freiem Theater, Stadttheatern und internationalen Theaterfestivals.

Laia Ribera Cañénguez ist in El Salvador geboren, sie lebt und arbeitet seit 2015 in Berlin. Ihre Arbeiten bewegen sich wischen Dokumentar- und Objekttheater, zwischen Physical und Visual Theater bewegt und haben oft einen starken Bezug zur Bildenden Kunst. Ihre Inszenierungen wie "Eine Geschichte von Vielen" (2016), "Queer und Quer" (2019), oder "Kaffee mit Zucker?" (2021) verknüpfen häufig feministische, dekoloniale und queere Perspektiven. Sie hat einen Lehrauftrag an der Universität der Künste Berlin und arbeitet auch regelmäßig mit dem She She Pop-Kollektiv zusammen.

Kathrin Tiedemann ist Dramaturgin, Kuratorin und Theaterleiterin. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik an der Freien Universität Berlin war sie unter anderem Autorin und Redakteurin der Fachzeitschrift "Theater der Zeit" und bei der Wochenzeitung "Freitag". Sie war Mitbegründerin und Kuratorin des Festivals "reich & berühmt" am Podewil Berlin (1996 bis 2003) und arbeitete als Dramaturgin unter anderem auf Kampnagel Hamburg. Seit 2004 ist sie Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin des Forum Freies Theater in Düsseldorf.

Bastian Trost ist Schauspieler, Performer und seit 2003 Mitglied des Gob Squad-Kollektivs. Er lebt und arbeitet in Berlin. Mit dieser Gruppe wurde er zwei Mal zum Theatertreffen eingeladen: 2012 mit "Before your very eyes" (diese Produktion war auch beim 8. Festival "Politik im Freien Theater" 2011 in Dresden zu Gast) und 2021 mit "Show me a Good Time", 2020 gewann er mit Gob Squad den Tabori Preis, der seit 2010 jährlich vom Fonds Darstellende Künste an herausragende professionelle frei produzierende Künstler und Ensembles vergeben wird. Er arbeitete außerdem mit Constanza Macras zusammen ("West", Volksbühne, 2020) und wirkt regelmäßig in Filmen mit (z.B. "Weitermachen Sanssouci", Forum der Berlinale 2019)

Moderation:

Christine Wahl ist seit 2022 Mitglied der Nachtkritik-Redaktion. Sie arbeitet seit 1995 als frei Journalistin, Moderatorin und Theaterkritikerin. Als Jurorin war sie u. a. für das Berliner Theatertreffen, den Hauptstadtkulturfonds, den Kranichsteiner Literaturpreis, den Berliner Senat und das Festival "Impulse" tätig und gehört aktuell dem Auswahlgremium der Mülheimer Theatertage und der Jury des Festivals "Radikal jung" an. Sie ist außerdem Autorin und Herausgeberin des Buches "welt proben" über Rimini Protokoll (Alexander Verlag Berlin, 2021). Von 2020 bis 2021 war sie Redakteurin von "Theater der Zeit".

Grußwort:

Thomas Krüger ist seit Juli 2000 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Seine politische Karriere begann er 1989 als eines der Gründungsmitglieder der Sozialdemokraten in der DDR (SDP) und blieb bis 1990 deren Geschäftsführer in Berlin (Ost) und Mitglied der Volkskammer in der DDR. Als Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters in Ost-Berlin war er 1990 bis 1991 tätig sowie als Stadtrat für Inneres beim Magistrat Berlin und in der Gemeinsamen Landesregierung. Von 1991 bis 1994 war er Senator für Jugend und Familie in Berlin. Als Mitglied des Deutschen Bundestages war er in den Jahren 1994 bis 1998 aktiv, bevor er eine zweijährige Erziehungspause nahm.

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