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11. März 2022, 19 Uhr, verfügbar für 48 Stunden, bis 13. März 2022

2022

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    • » ANGEBOT BEENDET - es war bis zum 13.03.2022 19:00 verfügbar
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"Bad Roads" (Zerstörte Straßen) von Natalia Vorozhbyt, Regie: Tamara Trunova | Left Bank Theatre Kyiv

11. März 2022, 19 Uhr, verfügbar für 48 Stunden, bis 13. März 2022
"Bad Roads" (Zerstörte Straßen) von Natalia Vorozhbyt, Regie: Tamara Trunova |
Left Bank Theatre Kyiv. In ukrainischer und russischer Sprache mit englischen Untertiteln.

Der Mitschnitt läuft in zwei Teilen, Dauer ingesamt: 2 Stunden.
Die englischen Untertitel können im Menü ein- und ausgeschaltet werden.

Natalia Vorozhbyts Stück erzählt in sechs Episoden, wie der Krieg, der ab 2014 in der Ostukraine herrschte, sich auf die Beziehungen der Menschen ausgewirkt hat. Natalia Vorozhbyt sammelte dafür Berichte aus dem ostukrainischen Kriegsgebiet und hat sie in einer Kette von Geschichten verarbeitet. Ihr Text beginnt mit einer Journalistin, die sich auf einer Recherchereise an die Front in einen Soldaten verliebt, vor dessen Taten sie gleichzeitig Angst hat. Dann geht es um drei Teenager-Mädchen, die auf Militärs warten, um gegen Sex an Geschenke zu kommen. Ein Schulleiter gerät in eine Kontrolle und wird dort schikaniert. Ein Mädchen wird von Soldaten entführt und missbraucht. Eine Sanitäterin trauert um ihren im Kampf getöteten Geliebten, dessen Leichnam sie im Auto transportiert.

Parallel zeigen wir auch die Diskussion "Art in conflicted areas", Mitschnitt vom Dezember 2021 an den Münchner Kammerspielen im Rahmen der Sisterhood, in der die Dramatikerin Natalia Vorozhbyt mit auf dem Podium saß. Mehr Informationen und zum Stream hier.>>>

Natalia Vorozhbyt, in Kyiv geboren, studierte Dramatik am "Maxim Gorki Literatur Institut" in Moskau und schrieb bisher über 15 Theaterstücke. Sie sagt, das ihr Leben sich in die Zeit vor 2014 und in die Zeit danach teilt und sie glaubt, dass es der Mehrheit der Ukrainer so geht, die 26 Jahre nach der Unabhängigkeit und kurz nach den Majdan-Protesten plötzlich mit den gewälttigen Auseinandersetzungen im Donbass konfrontiert waren.

Vorozhbyt war eine der ersten Theatermacher:innen, die 2014 im Donbass zu arbeiten begann und Mitgründerin der dokumentarisch arbeitenden Theatergruppe Theatre of Displaced People. Sie kuratierte und organisierte das Festival "Woche der aktuellen Theaterstücke" und leitete gemeinsam mit Georg Genoux das "Neue Ukrainische Theater" in den Dovzhenko Kinostudios in Kyiv. "Zerstörte Straßen“ war eine Auftragsarbeit des Royal Court Theatre London und wurde dort auch uraufgeführt. Natalia Vorozhbyt hat ihren Text auch selber fürs Kino verfilmt, die Arbeit wurde als ukrainischer Beitrag für den Oscar als bester ausländischer Film 2022 eingereicht.

Wir zeigen Tamara Trunovas Inszenierung vm Left Bank Theatre Kyiv, die in der Ukraine mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde: Beste Inszenierung (Theaterkritiker Kyivskyi Rakhunok), Preisträger des II. Theaterfestival-Preises GRA in den Nominierungen "Beste dramatische Leistung 2019", "Bestes Sounddesign 2019", "Beste Regie 2019". Die Inzenierung lief vergangenen Herbst als Gastspiel beim Radar Ost Festival 2021 am Deutschen Theater Berlin. Vielen Dank an Birgit Lengers beim Vermitteln und die Mithilfe, auf dass wir den Mitschnitt zeigen können.

"Bad Roads" (Zerstörte Straßen)
Sechs Geschichten über das Leben und den Krieg
von Natalia Vorozhbyt
Regie: Tamara Trunova
Bühne: Yurii Larionov, Kostüme: Khrystyna Korabelnykova. Musik: Tamara Trunova, Akmal Guriezov, Produktion: Tamara Trunova, Stas Zhyrkov, Volodymyr Sheiko.
Mit: Kateryna Kachan, Oksana Zhdanova, Anastasia Pustovit, Kateryna Savenkova, Svitlana Shtanko, Dmytro Oliynyk, Dmytro Solovyov, Volodymyr Kravchuk, Oleksandr Sokolov, Lesya Samaeva, Valeria Khodos, Andriy Isayenko.
Premiere 2019 am Kyiv Academic Theatre of Drama and Comedy on the left bank of Dnieper, kurz Left Bank Theatre Kyiv
Dauer: 2 Stunden
www.drama-comedy.kiev.ua


Mehr über die Theaterszene der Ukraine:die Ukraine war Gastland beim Heidelberger Stückemarkt 2017. Die Autorin Anstasia Magazowa hat in einem lesenswerten und immer noch aktuellen Essay die Theaterszene beschrieben, auch wie der Auseinandersetzung mit dem Krieg im Ostteil des Landes das bestimmende Thema war.

Von Natalia Vorozhbyt stammt auch das Stück"Der Getreidespeicher" über den Holodomor, die Hungersnot in der Ukraine in den 30er Jahren, das 2017 in Heidelberg als Gastspiel zu sehen war.

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